Veranstaltungsdetails

Leitung von Pflege-, Funktions- und Wohngruppeneinheiten - Kurs 25

Kurzbeschreibung
Das Anforderungsprofil für die leitende Pflegefachpersonen in der ambulanten und stationären Pflege ebenso wie für Leitende in den Funktionsbereichen von Krankenhäusern, in Arztpraxen, MVZ oder andern Bereichen des Gesundheitsversorgungssystems ist geprägt durch den Wandel des Gesundheitswesens und der Pflege. Gewandelte Patienten- und Bewohnerbedürfnisse, medizinischer Fortschritt, Veränderungen des Umfeldes, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Individualisierungstendenzen, der Einsatz technischer Kommunikationsmittel und das Streben nach ganzheitlichen Konzepten und Modellen können als wesentliche Einflussfaktoren genannt werden. Dies kann zu Spannungen führen, zwischen dem, was einzelne Patient*innen/Bewohner*innen an Pflege, Versorgung und Zuwendung erwarten, und dem, was angesichts der vorhandenen Ressourcen und der pflege- und/oder krankheitsbedingten Dringlichkeit angeboten werden kann. Die Leitung hat einen wichtigen Anteil an der Koordination der pflegerischen und medizinischen Versorgungsangebote für Patient*innen/Bewohner*innen, der Qualitätssicherung und -förderung, der Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden, der kooperativen Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und dem effektiven und effizienten Einsatz der personellen und finanziellen Ressourcen im Gesundheits- und Sozialwesen. Um diese vielfältigen Anforderungen erfüllen zu können, benötigen die mit Leitungsaufgaben betrauten Mitarbeitenden eine hohe persönliche, soziale und fachliche Kompetenz sowie ein kooperatives, transparentes Umfeld. Der Lehrgang strebt an, Mitarbeitende für diese Anforderungen und Herausforderungen zu qualifizieren.
Zielgruppe
Pflegefachpersonen, Mitarbeitende in Funktionsbereichen von Krankenhäusern, Mitarbeitende in Arztpraxen, MVZ, und weiteren therapeutischen Einrichtungen.
Beschreibung

Ziele und Konzeption der Ausbildung
Die Teilnehmenden sollen auf der Grundlage eines ganzheitlichen Menschenbildes Führungs- und Leitungskompetenz erwerben. Innerhalb der gesellschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sollen sie Verantwortung für eine angemessene Qualität, die Zufriedenheit der Patient*innen/ Bewohner*innen und Angehörigen, für sich und ihre Mitarbeitenden sowie Auszubildende unter Berücksichtigung fachtheoretischer, rechtlicher und ökonomischer Kriterien wahrnehmen können. Sie sollen die persönliche Kompetenz erwerben, Prozesse zu analysieren, zu steuern sowie Entscheidungen und Interventionen transparent zu machen.
Die Teilnehmenden sollen befähigt werden, eine qualifizierte pflegerische/medizinische Versorgung und Betreuung auf der Grundlage fachwissenschaftlicher Erkenntnisse im Rahmen der betrieblichen Zielsetzung sicherzustellen. Sie sollen Kenntnisse erwerben, die Arbeitszufriedenheit und Motivation im Team zu fördern, eine zweckmäßige Personaleinsatzplanung und eine effektive/effiziente Arbeitsablaufplanung im Alltag zu sichern. Dazu dient, das Bewusstsein für den Beitrag der eigenen Berufsgruppe als wesentlichen Wirtschaftsfaktor durch Leistungen im präventiven, medizinischen und therapeutischen Bereich zu fördern. Die Teilnehmenden lernen ihre eigene Berufsgruppe als gleichwertigen Partner gegenüber anderen Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialwesen zu vertreten und ein pädagogisches Milieu zur Förderung der Auszubildenden zu entwickeln.

In der Weiterbildung zur Leitung von Stations-, Funktions- und Wohnbereichen werden Grundlegende Inhalte für die Ausübung von Leitungstätigkeiten im mittleren Management angeboten.

Weitere 80 Stunden ergänzen die Weiterbildung und führen dann zum Abschluss als leitende Pflegefachkraft  nach  §71,3 SGB XI (PDL).

Im Rahmen der Weiterbildung soll ein Projekt durchgeführt und dokumentiert werden.
Ein Praktikum im Umfang von 24 bis 40 Stunden wird erwartet.
Die Weiterbildung wird mit der Projektpräsentation, einer wissenschaftlichen Hausarbeit und einem Kolloquium abgeschlossen.

Voraussetzungen für die Teilnahme

  • erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung im medizinischen, pflegerischen oder sozialen Bereich
  • Identifikation mit den Zielen und Inhalten dieser Weiterbildung
  • Bereitschaft zur Umsetzung der Ziele und Inhalte dieser Weiterbildung
  • Neben den o.g. Qualifikationen strebt die Weiterbildungsstätte an, dass BewerberInnen für die Weiterbildungsmaßnahme mindestens 24 Monate vor Beginn des Lehrgangs, im Bereich Gesundheits- oder Sozialwesens gearbeitet haben.

Über die Zulassung zur Ausbildung entscheidet die Lehrgangsleitung.

Eine Anerkennung als Bildungsmaßnahme nach dem Bildungsfreistellungsgesetz M-V ist beantragt.

Gesetzliche Rahmenbedingungen und Empfehlungen
Diese Weiterbildung basiert auf dem Rahmenlehrplan für die Qualifikation zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen und berücksichtigt die DKG-Empfehlung für die Weiterbildung zur Leitung einer Station/eines Bereiches.

Programm/Ablauf

720 Std. (568 Std. Präsenz, mindesten 152 Std. Selbststudium) / 18 Monate

Seminarblöcke á 3-4 Tage

Startdatum und Uhrzeit
07.09.2023
Freie Plätze
Genug
Preis
3.390,00 €
Referent/in
  • Frau Heß
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